6. Artenschutzkonferenz am 17. März ab 13 Uhr in den Stadtwerken Münster

Am Samstag, 17. März fand in den Räumen der Stadtwerke in Münster unsere 6. Artenschutzkonferenz der fünf Grünen Münsterlandkreise und der Grünen im Regionalrat statt!

Wir haben in einem neuen Vorbereitungsteam das diesjährige Programm erarbeitet und sind mit unserem Informations- und Diskussionsangebot auf eine breite Resonanz wie in den Vorjahren gestoßen.

Hier ein Bericht als Video

Rückfragen gerne an ArtenSchutzKonferenz.2018@t-online.de

https://www.facebook.com/events/571458706538856/

 

PRESSEMITTEILUNG der Bündnis ’90/ Die GRÜNEN im Münsterland

Forschungszentrum Biodiversität: Grüne bringen Standort Münster ins Spiel

Weltweit und auch im Münsterland ist ein dramatischer Einbruch der biologischen Vielfalt zu beobachten. Zuletzt war insbesondere das massive Insektensterben in aller Munde – hier hatten Krefelder Wissenschaftler einen Rückgang von knapp 80% der Insektenmasse festgestellt. Aber auch Pflanzen, Vögel und Säugetiere sind betroffen. Das Problem: Bislang wurden die Ursachen für das Artensterben viel zu wenig wissenschaftlich untersucht. Deshalb haben die Grünen im Münsterland bereits im März gemeinsam mit rund 300 MitstreiterInnen aus Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft den Münsteraner Aufruf zur Rettung der Artenvielfalt verabschiedet (siehe WN, z.B. vom 02.03.2018), in dem sie unter anderem den Aufbau eines zentralen Instituts für Biodiversitätsforschung fordern.

Unverständnis herrscht nun bei den Grünen im Münsterland über den Vorstoß von Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking, die sich bereits auf Bonn als möglichen Standort für den Aufbau eines Forschungszentrums Biodiversität festgelegt hat. „Das Münsterland ist der Hotspot für den Artenverlust in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Institut für Landschaftsökologie an der Universität Münster gibt es eine gute Basis, um ein Forschungszentrum Biodiversität aufzubauen. Warum sich die Ministerin jetzt vorschnell auf Bonn als Standort festgelegt hat, ist für uns Grüne völlig unverständlich“, so der Steinfurter Landtagsabgeordnete Norwich Rüße.

Stattdessen fordern die Grünen eine ergebnisoffene Prüfung des Standortes eines zukünftigen Forschungszentrums Biodiversität. Eine solche ergebnisoffene Prüfung müsse natürlich auch den Standort Münster berücksichtigen. Denn aus Sicht der Grünen sollte sich die Entscheidung für einen Standort nach der Eignung und nicht nach den Wünschen einer Ministerin richten. Zu berücksichtigen sei zudem, dass das Münsterland von einer besonders intensiven Landnutzung betroffen ist. Somit können die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft und des zunehmenden Flächenverbrauchs auf die Artenvielfalt im Münsterland unmittelbar untersucht werden. Gerade dieser Punkt spricht für die Grünen für Münster als Forschungsstandort.

 

Neujahrsempfänge im Münsterland am 14., 20. und 23. Januar

Liebe Grüne und Grüne Sympathisanten im Münsterland,

hiermit weisen wir auf die Termine der Neujahrsempfänge der Grünen Kreisverbände im Münsterland hin:

ST am 14.01.2018 ab 10:30 in Lengerich: Brochterbeckerstr. 60, Lengerich, Gasthof Prigge/ Akademie Talaue mit Gastredner Sven Lehmann

COE am 20.01. 2018 ab 18h in Coesfeld: Kreishandwerkerschaft Coesfeld, Stockum 1, mit Gastredner Sven Giegold (s.u.)

MS am 23.01.2018 ab 19h im Jovel, Albersloher Weg 54, Münster

Um jeweilige Anmeldung wird gebeten (http://gruene-muensterland.de/?page_id=41)

Des Weiteren weise ich hin auf den

Politischen Veilchendienstag des KV Coesfeld am 13. Februar 2018,

den Politischen Aschermittwoch im KV Borken am 14.02.18 mit Sven Giegold,

und die Artenschutzkonferenz der 5 MSL-KVen am 17. März 2018 in Münster.

Laschets Energiepolitik schadet dem Münsterland

Grüne: Laschets Energiepolitik schadet dem Münsterland

Laschet schadet dem Münsterland. Das Festhalten an Braunkohlekraftwerken und der faktische Stopp für die Windkraft verhindern im Münsterland Investitionen im dreistelligen Millionenbereich.“, brachte Hermann Stubbe, Sprecher der Grünen im Kreis Steinfurt, die Meinung der Münsterland-Grünen auf den Punkt, „den Schaden haben das Klima und die investitionsbereiten Bürgerinnen und Bürger im Münsterland, viele davon aus der Landwirtschaft.“

Mit dem Münsterland macht sich eine ganze Region, angeführt vom Kreis Steinfurt, von Beckum und Münster, parteiübergreifend auf den Weg, ehrgeizige Klimaschutzziele für das Jahr 2050 zu entwickeln und zu realisieren. Allerdings torpediert der NRW-Ministerpräsident diese Vorhaben auf Landesebene, nur damit im rheinischen Braunkohlerevier mit den CO2-intensivsten Kraftwerken Europas noch ein paar letzte Gewinne gemacht werden können“, kritisierte Robin Korte vom Vorstand der Münsteraner Grünen. Er hatte zu Beginn der Versammlung den „Masterplan 100% Klimaschutz“ der Stadt Münster vorgestellt.

Wer meint, die wirtschaftspolitischen Anforderungen des Münsterlandes auf den Ausbau der A1 zu reduzieren, ist auf dem Holzweg“, so die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink aus Münster. Die Hochtechnologie-Region Münsterland brauche Rückenwind aus Düsseldorf, um in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte erfolgreich sein zu können. „Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist zu schaffen, auch in einem Industrieland wie NRW. Dazu bedarf es aber entschlossener Investitionen. Das Münsterland ist bereit dazu, aber Laschet ist dabei, den Stecker zu ziehen.“

Maria Klein-Schmeink, Münsteraner Abgeordnete und Gesundheitsexpertin, berichtete von den Sondierungsgesprächen für eine Koalition aus CSU, CDU, FDP und Grünen, an denen sie in ihrem Fachbereich teilgenommen hatte. Ihre Bemühungen gelten vor allem der Sicherung der Gesundheitsversorgung und besonders der Verbesserung in Bereich der Pflege.

Im anliegenden Bild sehen Sie führende Vertreterinnen und Vertreter der Grünen im Münsterland (v.l.n.r.) Karl Stelthove (Kreis Warendorf) Florian Wüppich, Marius Kühne, Robin Korte (alle Münster), Maria Klein-Schmeink MdB, Richard Dammann, Dr. Anne-Monika Spallek (Kreis Coesfeld) Jan-Niklas Gesenhues, Hermann Stubbe (Kreis Steinfurt), Monika Ludwig, Bernhard Lammersmann (Kreis Borken) Tim Rohleder (Münster)

Insektensterben: wir alle müssen unser Verhalten ändern!

Pressemitteilung 

Grüne Kreis Coesfeld zum Insektensterben: Nicht nur die Bauern sind schuld – wir alle müssen unser Verhalten ändern!

Das Insektensterben ist also nun offiziell. Ale Zeitungen und Medien – AZ, FAZ, Zeit, Stern und sogar die Bild haben in den letzten Wochen darüber berichtet. Seit 1989 ist die Biomasse der Insekten um mehr als 75% zurückgegangen und das hat bereits Folgen. Insekten sind nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sondern regulieren auch Schädlinge und dienen zahlreichen anderen Arten als Futter. Weniger Insekten bedeuten deshalb weniger Fische, Frösche, Eidechsen, Vögel und Säugetiere. Und so droht gerade unser gesamtes Ökosystem zusammenzubrechen. Ein Schuldiger wurde in den Medien schnell gefunden: Die konventionelle immer intensiver gewordene Landwirtschaft mit ihren Spritzmitteln und stark gedüngten Flächen, die unter dem Druck der Globalisierung günstige Lebensmittel produzieren soll.

„Es mag zwar viele wundern, dass wir hier die konventionelle Landwirtschaft unterstützen, aber so einfach ist es nicht“, so Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecherin der Grünen im Kreis Coesfeld. „Eine einseitige Schuldzuweisung auf die Landwirtschaft ist uns zu billig. Damit stiehlt sich der Verbraucher und die Politik viel zu einfach aus der Verantwortung.“

Wir alle – der private Bürger und auch alle Organisationen/Verbände, die Kommunen und Kreise, die Wirtschaft, die Kirchen und die Politik –  sind als Eigentümer/Nutzer/Verpächter von Flächen auch Mitverursacher des Artensterbens. Denn entweder sind die Flächen versiegelt (Parkplätze, Häuser, Gewerbegebiete, Straßen, uvm) oder es sind ordentlich gestaltete Gärten und Grünflächen mit nicht heimischen Pflanzen oder gar Kiesgärten, die ebenso wenig Lebensraum für die heimische Tierwelt darstellen.

Aber vor allem sind wir über unser Konsum- und Wegwerfverhalten sowie unserer Gier nach billigen Lebensmitteln und unserem Mobilitätsverhalten Mitverursacher dieses Aussterbens. Wir verursachen in Deutschland mit Straßen-, Siedlungen und Gewerbegebieten einen Flächenverbrauch von 66ha (ca. 94 Fußballfelder) am Tag. Zudem wollen wir es sauber und ordentlich in der Landschaft  und dann wundern wir uns noch, dass die heimische Tier- und Pflanzenwelt verschwindet?

„Im Gegensatz zu den Landwirten“, so Spallek, „sehen wir aber nicht, dass wir, bevor wir Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt ergreifen, zuerst noch viele detaillierte Studien zur Ursachenforschung brauchen. Das muss parallel erfolgen. Denn die Forscher sind sich einig, da wo naturnaher und ökologischer gewirtschaftet wird, geht es der Tierwelt wesentlich besser.“

Wir Grünen im Kreis Coesfeld fordern daher: „Wir müssen gemeinsam und auch jeder einzelne für sich sofort Maßnahmen gegen den Artenschwund ergreifen. Wir fordern eine naturnahe/ ökologischere Gestaltung und Bewirtschaftung bei allen Flächen und von allen Flächenbesitzern – bei den Privatgärten genauso wie bei den Grünflächen der Kirchen, im Gewerbegebiet oder der Kommune sowie in der Landwirtschaft.

Das heißt, wir brauchen eine ökologischere Grünflächen-/Randstreifengestaltung und -pflege in den Kommunen mit Obstbäumen, heimischen Hecken oder Wildpflanzen anstatt ständigem Mulchen von Rasenflächen und ebenso eine naturnahe Gartengestaltung in Siedlungen und Gewerbegebieten. Wir benötigen ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Privatbereich und eine Reduktion deren Anwendung in der Landwirtschaft. Dazu muss der Anbau von Wildpflanzen anstelle von Mais für Biogasanlagen sofort ausgeweitet werden und die Förderung von naturverträglichen Anbaumethoden in der Landwirtschaft ausgebaut werden. Und am Wichtigsten und alternativlos: Wir brauchen eine konsequente Begrenzung der Versiegelung.“

Erstes Münsterlandtreffen nach der Bundestagswahl am 13. November

Am 13. November fand unser erstes Münsterlandtreffen nach der Bundestagswahl statt. Die Sondierungen sind zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht abgeschlossen, es gestaltet sich schwierig.

Unser 1. TOP ist die Analyse der Bundestagswahl und der Münsterlandspezifische Wahlkampf. Später wird Maria noch von den Sondierungsgesprächen berichten.

Im 2. TOP stellen sich die beiden Kandidaten für den Sprecher des Landesverbandes Grüne NRW vor: Felix Banaszac und Wolfang Rettich.

Hier einige Impressionen aus der Milchbar in Münster.